Baltic Sea Circle 2015

Der Vorabend (D)

Heute beginnt sie nun, unsere Reise rund um die Ostsee. Nach 9 Monaten mühevoller, teils zäher oder auch lustiger Vorbereitungszeit, sind wir unserem Ziel, dem Start der Baltic Sea Rallye auf dem Hamburger Fischmarkt ganz nahe gekommen. Unsere beiden Teams trafen sich, nach kurzer Absprache am Vorabend, kurz nach Würzburg auf einem Rastplatz, um die weitere Fahrt gemeinsam fortzusetzen. Unterwegs trafen wir noch zwei weitere Teams, die uns [mehr]folgten. Wir fuhren also als kleine baltische Karawane Richtung Norden. Unsere Wege trennten uns kurz vor Hamburg, da wir noch Geschenke für die Arche in Hamburg Jenefeld dabei hatten. Nach Übergabe unserer Mitbringsel und unseres symbolischen Spendenschecks, bekamen wir noch einen Rundgang durch die Arche. Wir waren beeindruckt von der Arbeit der Ehrenamtlichen, die sich tagtäglich um ca. 140 mittellose Kinder kümmern. Ein weiterer Teilnehmer der Rallye, stellte uns sein Paintball Gelände netterweise zum Campen zur Verfügung. Vielen Dank, Alex. Jeder der in dieses Gelände einfuhr, wurde gebührend begrüßt und man suchte sich einen Stellplatz. Alles Weitere ergab sich von selbst. Mit Klappstuhl, Bier und Grillfleisch setzte man sich in die Runde, stellte sich vor und wurde sogleich von den anderen Teilnehmern zum Thema Auto und Ausbau ausgefragt. Es herrschte eine völlig entspannte Stimmung und kurz nach Mitternacht verschwanden alle in ihren Zelten, Bussen oder schliefen wie ich, unter freiem Himmel. Es war schön zu sehen, dass selbst Teams mit einer Anfahrt von nur wenigen Kilometern nach Hamburg, diesen Abend nicht verpassen wollten. Am Ende zählten wir etwa 30 Teams, die sich zum Vorabendlager trafen. [weniger]

 

1.Tag – Start vom Hamburger Fischmarkt (D)

Der Lärm der Vögel hat uns aufgeweckt. So nach und nach wühlen sich die einzelnen Teams aus ihren Betten, reckten und streckten sich und fingen an Kaffee zu kochen. Ein wichtiges Getränk für diese Reise. Wir packten unser Hab und Gut zusammen und machten uns über einen kleinen Umweg, denn Kristof musste noch seinen Reisepass abholen, auf den Weg nach Hamburg. Wir waren relativ zeitig am Fischmarkt. Es standen erst vereinzelt ein paar Rallye-[mehr]Wagen da und die Zuschauerzahl war noch sehr übersichtlich. Es sollte aber sich aber schnell ändern. So nach und wurden es mehr Autos und die Zuschauerzahl stieg rasant an. Mittlerweile ist der Rallyestart im Herzen Hamburgs ein fester Bestandteil der Szene und gießt schon jetzt einen gewissen Status. Nach einem kurzen Checkin in der am Fischmarkt angrenzenden Bar „StrandPauli“, wo uns die Roadbook ausgehändigt wurden und wir mit einen VIP Bändchen als Rallyeteilnehmer gebrandet. Mit einer kurzen Ansprache an alle Teilnehmer, wandte sich der Veranstalter mit seinem PR Guru „Maschine“ an seine Teilnehmer. Hier wurden noch einmal alle Charity Partner vorgestellt und ein paar Tipps für die Reise gegeben. Anschließend konnten wir einen russischen Folkloretanz bewundern. Nun konnten wir endlich unsere Fahrzeuge besteigen und langsam Richtung Start vorfahren. Jedes Team wurde nun auf der Startrampe kurz interviewt und mit ein paar kreativen Worten von „Maschine“ auf die Reise geschickt. Nun waren wir mittendrin, in der Rallye um die Ostsee. Unser erstes Ziel ist nun Malmö in Schweden. [weniger]

 

2.Tag: Österlin (SWE) – Örebro (SWE)

Unser Nachtlager schlugen wir in „Ales Stenar“, einem für seine korrekt angeordneten Findlinge auf einer Anhöhe bekanntes Dorf, auf. Dort sollte auch unsere erste Challenge stattfinden, die Wikingerkrönung. Mit Sand aus Dänemark, Holz aus Schweden, Wasser aus der Ostsee und dem Ostseewind, musste der Teamleader gekrönt werden. Was für ein Spaß. Leider überraschte uns ein arges Gewitter auf dem Abstieg zum Zeltplatz. Bis auf die Knochen [mehr]nass, erreichten wir den Zeltplatz und mussten noch unser Zelt aufbauen. Wir nutzten aber erstmal die Gelegenheit, um uns im LT von Alex und Kristof zu trocknen und zu Abend zu Essen. Hier kamen unsere gesponserten Dosen von Erasco gerade richtig. Züricher Geschnetzeltes mit Nudeln. Alex hatte im Nu seinen Kocher am eigens dafür angebrachten Tisch aufgebaut und kochte dementsprechend schnell.  Nun ging es ans Zeltaufbauen. Andi, mein persönlicher Schirmhalter, versuchte mit geschickten Bewegungen, mich beim Zeltaufbau trocken zu halten. Angesichts des sintflutartigen Regens keine leichte Aufgabe. Er hat sie jedenfalls mit bravour gelöst. Am nächsten Morgen hatten sich der Regen auf ein Minimum abgeschwächt, dafür wehte eine sehr sehr steife Briese, was den Zeltabbau wiederum erschwerte. Alles nass, aber trotzdem lustig. Nun gehts von Ales Stenar, bei Kaseberga, aus weiter in Richtung Stockholm. Wir gabelten unterwegs Team 18 auf, was fortan mit uns fährt. Während wir auf einem Parkplatz rast machten, hielt ein schwedischer Lebenskünstler mit einem Oldtimer (Austin Helly) auf seinem Anhänger an, um sich nach unserer Reise zu erkundigen. Andi tauschte sogleich seine Schokolade (Tausch-Challenge) gegen einen, sagen wir, uralten und oft genutzten skandinavischen Atlas ein. Später haben wir uns bei Örebro, einer kleinen Siedlung am See, niedergelassen. Wir wurden wie immer vom Wetter gebührend empfangen. Ein schwedisches Gewitter mit dunkelrot leuchtenden Blitzen, hing drohend überm See. Der Donnergroll zog sich in einem 180 Grad Winkel von einem Ohr zum andern. Der einsetzende Starkregen war eigentlich nur noch obligatorisch. Da wir aus den beiden vergangen Tagen gelernt hatten, haben wir unser Zelt sofort nach Ankunft aufgebaut. Nach einer halben Stunde war der ganze Spuk vorbei und wir wurden mit einem grandiosen, gelb-rot-lila leuchtenden Sonnenuntergang belohnt. In der Zwischenzeit wurde im Hintergrund fleißig von Alex gekocht, so dass wir anschließend Nudeln mit Bolognese (typisch schwedisch) genießen konnten. Ein Berliner Urgestein gesellte sich noch zu uns, der mit seinem Vater eine Skandinavien-Rundreise machte. Alles in allem ein schöner Tag. Wir freuen uns auf morgen. [weniger]

 

3.Tag: Örebro (SWE) – Östersund (SWE)

Nachdem wir gestern Morgen bei gefühlten 50 Grad im Zelt aufgewacht sind, entpuppte sich dieser Morgen als wunderschön. Eine herrliche Ruhe, ultra saubere Luft, kristallklares Wasser und Sonnenschein pur. Die Idylle schlecht hin. Wir brachen dann Richtung Östersund auf. Der Verlauf der Straße bescherte uns rechts und links Wald und Wasser und noch mehr Wald und noch mehr Wasser. Die Vegetation ist in dieser Gegend von Birken und niedrigen [mehr]Nadelgewächsen geprägt. Wir haben Mitte Juni, fühlen uns aber zurück in den Frühling versetzt. Alles grünt und blüht im zarten Frühlingsgrün. Die Strecke an und für sich war sehr Monoton. Unterwegs gabelten wir noch das eine und andere Team auf, so dass wir in einer recht großen Gruppe die nächste Stadt, FALUN, erreichten. Alex hat sich inzwischen, wie immer, eine Sonderchallenge ausgedacht. Wir fuhren in FALUN, mitten in der Stadt, mit 6 Autos in einen Kreisel und drehten dort zu lustiger Musik über Alex´ Außenlausprecher, mehrere Runden. Die Schweden guckten unserer Minikarawane entzückt hinterher, hielten aber Stille. Anschließend suchten wir uns einen Supermarkt, um für den Abend etwas Grillfleisch einzukaufen. Am Zeltplatz angekommen, konnten wir zum ersten Mal unser Zelt im Trockenen aufbauen. Auch eine tolle Erfahrung. Bewaffnet mit einem Premium-Angel-Set (Lidl 9.95€) und auf dem Autodach gekühlten Maden, machten wir uns auf zur Angel-Challenge. Nach Stunden des Wartens konnten wir endlich eins der seltenen schwedischen Fischstäbchen an Land ziehen. Fachmännisch erlegt und filetiert, wurde es anschließend auf dem Grill gelegt. Etwas später war dann durch Alex und Kristof das Abendessen fertig. Gegen Mitternacht zogen wir uns alle so langsam in unsere Zelte und Busse zurück, obwohl es taghell war und keiner so richtig Lust hatte sich hinzulegen. An diese Mittsommernächte müssen wir uns noch gewöhnen. [weniger]

4.Tag: Östersund (SWE) – Nordland (N)

Wir haben recht ordentlich geschlafen. Die helle Nacht hat uns doch weniger ausgenmacht als angenommen. Leider regnete es schon wieder, so dass unser Zeltabbau wieder ins „Wasser“ fiel. Alex und Kristof bereiteten wieder ein Frühstück (Rührei mit Schinken und Zwiebeln). Danach brachen wir in einer kleinen Gruppe von 5 Fahrzeugen auf, um unser nächstes Etappenziel TRONSBY zu erreichen. Die Stecke führte uns durch dünn bis gar nicht besiedeltes [mehr]Land. In zwischen gab es rechts und links der Straße keine Bäume mehr, sondern nur noch meterhohe Krüppelbirken. Schroffe Berge und Wasserfälle zierten unseren Weg durch die Täler Nordschwedens. Ein kleines, unauffälliges Schild am Wegesrand teilte uns mit (NORGE), dass wir die Grenze zu Norwegen überschritten hatten. Eine richtige Grenze gab es nicht und unsere Bedenken wegen zu viel Alkohols an Bord, waren völlig unberechtigt. Da war er nun, der Polarkreis. Temperaturen um den Gefrierpunkt und Schnee. Wie standen auf der Grenze des „North Polar Circle“. Ein toller Anblick. Die Strecke führte uns weiter Richtung norwegisches Landesinnere. Das Wetter wurde schlagartig besser und die Temperaturen erholten sich in den zweistelligen Bereich.  Team 18, Frank und Flo, suchten uns einen idyllisch gelegene Leuchtturm aus, der uns hervorragend zum „Wild Camping“ diente. Wir kamen gegen 23.30 Uhr an und quatschten noch ein bisschen und gegen 0 Uhr bauten wir unser Zelt auf. Ich musste meine Sonnenbrille aufsetzen, da die Sonne die ganze Nacht scheint. Schon komisch. [weniger]

5.Tag: Nordland (N) – Hov (Gimsoya) (N)

Wir schliefen wie die Murmeltiere. Unsere Strecke ist heute sehr kurz, da wir mit der Fähre auf die LOFOTEN übersetzen werden. Rund 30 km brauchten wir bis zur Fähre. Wir waren ja gestern extra viel gefahren, um es heute gemütlicher anzugehen. An der Fähranlegestelle lernten wir eine Deutsche Auswanderin kennen, die seit 12 Jahren hier am Ende der Welt wohnt. Ein lockeres Gespräch bei einem Kaffee, verkürzte uns die Wartezeit. Andi beschloss gleich, unsere [mehr]Tausch-Challenge fortzuführen. Für unseren 20 Jahre alten Schweden-Atlas, gab es nun eine handgestrickte Norweger Mütze mit Landes typischen Muster. Die Überfahrt dauerte ca. 2h. Wir hatten nun etwas Zeit auch tagsüber mal zu entspannen. Es bot uns ein traumhaftes Bild der Lofoten. Nach Verlassen der Fähre steuerten wir einen Parkplatz an, um etwas Proviant einzukaufen. Ein Ehepaar aus Heidenheim sprach uns an und wir plauderten noch ein bisschen. Aus dieser Plauderei ging hervor, dass es seit 10 Tagen auf den Lofoten geregnet hat und heute der erste sonnige Tag sein. Prima für uns. Auf dem Campingplatz angekommen, standen schon die ersten Fahrzeuge der Rallye da. So nach und nach fühlte sich der Platz. Gegen 17 Uhr wurde der Grill entzündet und jeder konnte sein Grillgut nach Belieben grillen. Auch wir richteten uns ein kleines Buffet aus Fleisch, Brot und Gemüse. Um 20 Uhr begannen dann die Wiking-Games, die von vorher ausgelosten Teams gespielt wurden. Es wurde Holzscheitweitwurf, Tauziehen, Dreibeinsprung, und menschliche Pyramiden bauen gespielt. Und das alles mit etwas Promille im Kopf. Was für ein Spaß. Gegen 1 Uhr gingen wir schlafen, denn wir müssen morgen ja fit sein. [weniger]

 

6.Tag: Hov (Gimsoya) (N) – Tromso and Lyngsalpene (N)

Die Nacht war kurz. Alle die gestern noch in höchster Feierlaune waren, gehörten heute Morgen zu denen, die kaum die Augen aufbekamen. Der eine oder andere wird wohl auch einen sehr sehr schweren Kopf gehabt haben. Auf dem gesamten Campingplatz herrschte um 8 Uhr absolutes Schweigen. Die ersten verzerrten Gesichter krochen aus ihren Zelten und kramten ihr Hab und Gut zusammen. Große Aufbruchstimmung zur nächsten Etappe gab es nicht. Doch [mehr]es musste weitergehen. Unsere beiden Teams sind trotz der Party relativ schnell wieder auf ihrem Toplevel, so dass es nach einem kurzen Frühstück wieder auf die Straße ging. Das heutige Ziel heißt TROMSÖ, die größte nordnorwegische Stadt, eine UNI-Stadt. Auf dem Weg dahin haben wir uns aber entschlossen, TROMSÖ links liegen zu lassen und dafür ca. 50 km weiter nördlich auf einen Campingplatz zu rasten. Der Weg über TROMSÖ hätte uns 160 km Umweg und 2 Std. Fahrt gekostet. Bei Spritpreisen für Benzin von 1,80€ – 2.00€ je Liter, guckt man schon etwas genauer auf die Kilometer. Eine direkte Weiterfahrt vom TROMSÖ Richtung Nordkapp gibt es nicht, so dass wir wieder zurück fahren hätten müssen. Nun sitzen wir hier in SKIBOTN, einem Ministädchen hoch oben im Norden Norwegens in einer kleinen Hütte auf einem Campingplatz. Wir haben gegessen und sind geduscht und freuen uns nun auf ein lecker Bierchen zum Abend. Unser Blick von der kleinen Terrasse des Häuschens geht direkt auf einen schneebedeckten Berg. Tolle Aussicht. [weniger]

 

7.Tag: Tromso and Lyngsalpene (N) – North Cape (N)

Heute geht es zum Nordkap, dem nördlichsten Teil Europas. Wir machen uns sehr früh auf den Weg, denn die Strecke beträgt heute wieder ca. 500 km auf Landstraßen. Autobahnen, die wir nicht fahren dürfen, gibt es schon seit Mitte des Landes nicht mehr. So bleiben uns nur eine Europastraße und die etwa 100 km lange Küstenstraße direkt zum Kapp. Es ging durch mehrere Tunnel, einer davon 212 Meter unter Null, der er die Küstenstraßen unter dem Meer [mehr]durchführt. Tagsüber wurden wir wieder mit dem herrlichsten Wetter belohnt, was man sich nur vorstellen kann. Am Nordkap selbst, zeigte sich der hohe Norden noch einmal von seiner rauesten Seite. Etwas verhangen und leicht gegnerisch stand es da, das Kapp. Trotzdem erhellte uns ein Gefühl des Stolzes, es mit unseren alten Kisten bis dahin geschafft zu haben. Auf dem Rückweg trafen wir noch Traktor Willi, der seit Anfang Mai mit Traktor, Wohnwagen und sage und schreibe 18 km/h unterwegs zum Nordkap ist. Ein kurzer Plausch bei Willi und weiter ging die Fahrt zurück vom Kapp. Unterwegs schnappten wir noch ein Team auf, was uns zu einem nett gelegenen wilden Campingplatz geführt hat. Als wir ankamen, saßen da bereits bekannte und auch unbekannte Teams, die es sich schon recht gemütlich gemacht hatten. Wir saßen dazu und nun bestand die Rund aus 10 Teams. Schön, immer wieder andere zu treffen und sich gegenseitig austauschen zu können. Wie ließen den Abend mit einem großen Lagerfeuer und ein paar Bierchen ausklingen. Morgen früh geht’s wieder auf die Piste. [weniger]

8.Tag: North Cape (N) – Kirkenes (FIN) – Murmansk (RUS)

Die Nacht war gut. Die Sonne hat unser Zelt schon gut erwärmt und anhand des Leergutes konnten wir feststellen, dass die Party am Lagerfeuer auch ohne uns noch eine Weile ging. Die letzten verließen wohl um 5.30 Uhr das Feuer. Vereinzelt kämpfte man mit schweren Köpfen, die auf der Fahrt Richtung Russland nicht besser wurden. Wir querten Finnland bis runter nach IVALO und passierten dort die finnisch-russische Grenze. Die Finnen interessierten sich [mehr]nicht wirklich für uns, so dass wir diesen Grenzabschnitt sehr schnell passieren konnten. Nun kamen wir nach Russland. Ein bisschen mulmig war allen. Wir reihten unsere Fahrzeige wie eine Perlenkette vor dem Grenzgebäude auf, schnappten unsere Unterlagen und begaben uns in die Bürokratie der Russen. Wir mussten etliche Formulare zu Person und Auto ausfüllen, die anschließend in geheimen Zimmern untersucht und abgeglichen wurden. Fragen von Seiten der Grenzbeamten wurden wenig gestellt, die meiste Zeit verbrachten wir Warten. Dass die Grenzer gebrochen englisch sprachen, erleichterte den Umgang miteinander. Sie gaben sich professionell und freundlich. Während ein anderer russischer Grenzgänger mit seinem Auto bis auf die Knochen kontrolliert wurde, ließ man uns nach kurzer Zeit fahren. Wir mussten lediglich unsere Dachboxen und Kofferräume öffnen, und natürlich für die männlichen Grenzbeamten die Motorhauben. Nach einigen 100 Metern stoppte uns erneut ein Schlagbaum, wo wir noch einmal registriert wurden. Auch diese Hürde nahmen wir mit bravour. Wir waren also nun in Russland, einem Land von dem man nichts wusste und auch nichts kannte. Man hatte das Gefühl alle Bäume hätten Augen und Ohren. Dieses Gefühl sollten wir recht schnell vergessen, denn das was uns nun erwartete war der Höllenritt schlecht hin. Unsere holprige Asphaltstraße endete abrupt und ging in eine von tiefen Schlaglöchern übersäte Dreckpiste über. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit war alles, was man im ersten Gang fahren konnte. Selbst das war oft zu schnell. Immer wieder konnten wir ein Poltern am Fahrzeugboden wahrnehmen, wo wieder ein Stein auf sich aufmerksam machte. Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht wussten, dass wir 40 km auf dieser Strecke zurücklegen mussten. Gegenverkehr gab es so gut wie keinen, denn niemand fährt freiwillig so eine Straße. Nach ca. der Hälfte der Strecke war tatsächlich ein Dorf angeschrieben und man sah etwas hausähnlich durch die Bäume linsen. Als wir dieses Dorf erreichten saß unser Schock sehr tief. Drei siebenstöckige, dem Einsturz nahe, Hochhäuser standen da mitten im Wald. Die untersten Etagen hatten schon keine Fenster und Türen mehr. Im Hof standen ein paar alte Autos und man sah einige Kinder in dem von Müll und Bauschutt umgeben Innenhof spielen. Ich gab ihnen von unseren Süßigkeiten, die wir ja im Überfluss dabei haben und konnte leuchtende Kinderaugen sehen. Sie bedankten sich mit einem „Sbasiba (Danke)“  und machten sich über ihre Leckereien her. Für mich ein sehr beeindruckter Moment. Da waren sie also, Gottes vergessene Seelen. Wir fuhren, äh hüpften weiter. Immer wieder kurze Aufsetzer unseres Mercedes auf dem Schlaglochboden. Der VW LT hatte da einen erheblichen Vorteil, da er eine sehr große Bodenfreiheit hat. Aber auch er wurde durch diese wilde Buckelpiste durchgeschüttelt. Drei Stunden später hatte diese materialvernichtende Monstertour ein Ende und wir hatten endlich wieder den langersehnten Asphalt unter den Reifen. Ab dann ging die Fahrt wieder etwas flotter vorwärts. Unsere Tageschallenge hieß: Finde ein Bohrloch mit Turm, wo von den Russen knapp 13 km in die Tiefe gebohrt wurde. Gesagt getan. Leider wurden wir nicht fündig und versuchten mit Händen und Füßen nach der Stelle des Bohrlochs zu fragen. Unsere Fragerei entsprach eher einem lustigen Kindergeburtstagsspiel, wobei man anhand von Gesten und Gebärden erraten muss, was sein Gegenüber darstellt. Ich animierte einen tiefen Erdlochbohrer – keine leichte Aufgabe! Der junge Russe den wir fragten hatte dann die Idee, uns an die gewünschte Stelle zu führen. In dem Opel der nun vor uns herfuhr, saßen insgesamt fünf Russen und wir wussten nicht, was sie mit uns vor hatten. Wir fuhren ca. 10 km zurück nach NICKL und bogen in einen Braunkohletagebau ab. Nun begann die nächste Horrorfahrt. Wieder so eine Buckelpiste, wo wir doch schon 40 km hinter uns hatten. Wir verständigten uns über Funk und legten fest, dass wir mit unserem Mercedes am oberen Eingang Wache halten, um im Bedarfsfall Hilfe holen zu können – wie auch immer! Der Plan erschien logisch und so positionierten wir uns am Eingang der Grube. Ein russischer Grubenbewacher witterte indes seine Chance, Westzigaretten zu schnorren. Wahrscheinlich eine willkommene Abwechslung zu seinem russischen Kraut. Wir warteten und warteten. Über Funk war kein Kontakt herzustellen. Inzwischen trafen noch weitere zwei Teams ein, die wir ebenfalls in die Grube schickten. Mit gemischten Gefühlen, wir hatten ja noch keine Rückmeldung aus der Grube. Irgendwann gab es doch einen Funkspruch der da hieß: “Wir sind auf halbem Weg zurück“. Das klang gut und ich erwiderte: „Dann fahren wir schon langsam zurück“. Wir waren ja nicht die schnellsten mit unserem tiefer gelegten Benz. Wir erreichten unbeschadet die Straße und warteten nun auf die anderen, die da auch eine Stunde später nicht erschienen. Wir machten uns daraufhin allein auf den Weg nach MURMANSK. Am nächsten Tag erfuhren wir, dass auf halben Weg zurück die Route im Tagebau nochmals geändert wurde, wir dieses aber aufgrund der topografischen Gegebenheiten über Funk nicht mitbekommen hatten. Wir hatten von diesem Tag die Schnauze gestrichen voll und sind um 2.30 Uhr im Park Inn in MURMANSK eingetrudelt. Vom Rest der Gruppe wussten wir nichts. Wir schrieben noch eine SMS und gingen völlig erschöpft ins Bett. Es war genau das eingetreten, was wir nicht wollen – nämlich allein durch Russland fahren. [weniger]

 

9.Tag: Kirkenes (FIN) – Kandalakscha (RUS)

Die Nacht war kurz, sehr kurz. Dafür konnten wir uns am Frühstücksbuffet des Hotels stärken. Es war nicht üppig, beinhaltete aber alles was wir zu diesem Zeitpunkt an Nahrung und Getränken brauchten. Von den Anderen keine Spur und keine SMS. Wir überlegten uns eine Strategie und versuchten den Rest der Gruppe zu treffen. Leider hatten wir keinen Kontakt, weder über Funk noch per SMS. Wir nahmen also die nächste Strecke in Angriff und fuhren [mehr]Richtung KANDALAKSCHA. Wir schrieben nochmals eine SMS mit unserer Fahrtroute. Unterwegs die erlösende SMS: „Wir sind unterwegs zu euch“. Treffpunkt Panzerdenkmal in der Stadtmitte. Wir trafen im örtlichen Supermarkt das Team xx. Das sie auch auf ein Team warteten, stellten wir uns dazu. Nach reichlich Kaffee und drei Stunden Wartezeit, stieß der Rest der Gruppe zu uns. Ab sofort fuhren wir in einer Gruppe von vier Autos und zwei Motorrädern weiter. Die Strecke bot über mehrere hundert Kilometer außer rechts und links Wald nicht Bedeutendes. Wir hatten ausgemacht in KEM von der Europastraße abzufahren, um uns ein geeignetes Plätzen zum Campen zu suchen. Das ist in Russland eher schwer, da es kaum Abfahrten von der Straße Richtung Meer gibt. Der Rest ist undurchdringlich mit alten Hütten verbaut. Nach ca. 20 km endete die Straße abrupt durch einen Schlagbaum. Vor uns stand eine Hotelanlage, bestehend aus vielen Blockhütten. Wir ließen uns überreden und nahmen uns ein Zimmer für diese Nacht. Camping ist fast unmöglich. Alex und Kristof, sowie das Team xx übernachteten im VW LT und im VW T3 vor den Toren der Anlage. [weniger]

10.Tag: Kandalakscha (RUS) – Petrosawodsk (RUS)

Heute gemeinsame Abfahrt Richtung ST. PETERSBURG. Die Europastraße Richtung Süden ist schnell wiedergefunden. Wir durchqueren noch einige unscheinbare Dörfer mit eher nicht einladenden Häusern und befinden uns wieder im Transittunnel. Eine kerzengerade Straße führt uns durch endlose Wälder. Stundenlang sieht man rechts und links nur Bäume. Monotonie auf engsten Raum. Nach ca. 7 Std. erreichen wir St. Petersburg. Die SUVs und [mehr]Sportwagen nehmen an Anzahl rasant zu. Der Fahrstil wird noch krimineller. Das ist ST. PETERSBURG. Regeln gibt es hier keine und regiert wird mit Geld und (Fahrzeug)Größe. Wir passen uns dem Fahrstil weitestgehend an, um nicht als potenzielles Hindernis zu gelten. Für uns Deutsche schwer zu verstehen, welches System hier gespielt wird. Die Stadt selbst erstrahlt in hellem Glanze. Alles was der Tourist sehen soll ist restauriert und aufgehübscht. Ein paar Kilometer weiter, im Inneren der Stadt, sieht es schon wieder ganz anders aus. Abseits der Touristen-Straßen regiert die Unterschicht im teilweisen Elend. Wir haben indes unseren Campingplatz (Dock 5) in mitten der Stadt gefunden. Aus einem ausgedienten Stück Hafen, wurde hier in kurzer Hand ein Campingplatz gebastelt. Im Improvisieren sind die Russen einfach Spitze. Unser Nachtlager steht und wir freuen uns, es morgen früh nicht gleich wieder abbauen zu müssen, denn wir bleiben zwei Nächte in ST. PETERSBURG. [weniger]

 

11.Tag: Petrosawodsk (RUS) – St. Petersburg (RUS)

Die Nacht war harsch. Sintflutartiger Regen und kräftiger Wind haben uns wach gerüttelt. Aber es sollte schöner kommen. Kurze Zeit später waren die dicken Wolken verschwunden und die Sonne zeigte ST. PETERSBURG von seiner schönsten Seite. Andi und ich liefen mit einem Stadtplan bewaffnet los in Richtung Innenstadt. Dass es am Ende 20 km Strecke auf Asphalt werden, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Wir schauten uns die prunkvollen [mehr]Gebäude einer einst glorreichen russischen Zeit an. In ihrer Präzision merkt man ihnen an, dass sie sich gern an diese Zeiten erinnern oder sie gern wieder zurück haben würden. Gesagt getan. Wir saßen in einem Touri-Boot und ließen uns eine Stunde lang durch die Kanäle der Stadt schippern. Immer vorbei am alten Glanz der Stadt. Unsere Runde endete wieder am Ausgangspunkt und wir machten uns langsam Richtung Campingplatz. Meine neuen Schuhe machten nun auch auf sich aufmerksam. Für meine Füße wurde es zu einem endlosen Marsch. Alex und Kristof habe ihn ihrer Freizeit die aktuelle Tages-Challenge in Angriff genommen. Gesucht wurde in der Stadt eine Beach Bar. Mit einem bestimmten Passwort würden sich die Türen der Bar öffnen. Die beiden haben es geschafft. Glückwunsch. Auch sie nahmen die Angebote der Stadt an und fuhren mit einem Sightseeing-Bus durch die Stadt. Alles zu erlaufen, wäre an einem Tag einfach unmöglich. Eine tolle Stadt, mit großer Historie, aber auch viel Elend und Korruption. [weniger]

12.Tag: St. Petersburg (RUS) – Raudsilla (EST)

Heute Morgen wurden wir vom Wind geweckt, aber ohne Regen. Das Zusammenlegen des Zeltes war zeitweilig etwas schwierig, da der Wind mit aller Macht mit unserem Drei-Personen-Zelt spielte. Mit ein paar gekonnten Kniffen, haben wir letztendlich den Wind besiegt und unser Zelt sicher in der Dachbox verstaut. Wir sammelten unterwegs noch Team 122 und Team 44 ein und machten uns auf den Weg RAUDSILLA in ESTLAND. Wir tankten kurz vor der Grenze [mehr]noch einmal unsere Fahrzeuge auf, da der Sprit in Russland ja nur 30 Cent je Liter kostet. Der Grenzübertritt funktionierte reibungslos. An der russischen Grenze gestaltete es sich etwas gemütlich, nach einer Stunde waren wir durch. An der estnischen Grenze ging es flotter, da wurde lediglich aus Neugier in unsere Autos geschaut. Alle nett und sehr umgänglich. Russen sowie Esten. Unsere Fahrt führte uns ca. 50 km vor TALLIN, nach RAUDSILLA. Dort fand die Zweite der drei Baltic Partys. Man führte uns durch ein Waldstück auf eine Lichtung. Hier standen mehrere Holztipi, getarnt als Sauna, Feiersaal oder Pool. Ein paar Esten haben bereits am Nachmittag angefangen, das Abendessen vorzubereiten. Es gab Wildschwein, Wildschweinwürste und Sülze. Ein großes Salatbuffet mit Brot stand für die hungrigen Mäuler bereit. Abgerundet wurde alles mit estnischen Freibier. Eine estnische Folkloregruppe, tanzte und nationale Tänze vor. Eine nette Abwechslung zur sonst tristen Autofahrerei. [weniger]

13.Tag: Raudsilla (EST) – Riga (LT)

Wir standen um 8 Uhr auf. Das Feuer war abgebrannt, rauchte aber immer noch. Inzwischen sind wir wieder raus aus der Midsummer-Zone, so dass es abends wieder dunkel wird. Unsere Route führt uns heute nach RIGA / LETTLAND. Die Natur ist eher europäisch Bescheiden. Grüne Wälder, Bäume und gute von EU-Geldern ausgebaute Straßen, lassen uns schnell vorankommen. Unsere Aufgaben des Tages hieß: Findet den höchsten Funkturm in Europa. [mehr]Dieser sollte, lt. Recherche, in RIGA stehen. Und wenn man denkt man sieht einen Turm schon von weiten, dem können wir getrost sagen ja, aber je näher man kommt, umso schwieriger ist es ihn zu finden. Mit wenigen Anläufen habe wir auch dies Hürde gemeistert. Danach ging es zum Stadt-Campingplatz. Sauber und mit astreinen hygienischen Bedingungen stellte sich dieser Campingplatz in mitten von RIGA vor. Am Abend nahmen ein paar Leute ein Taxi und fuhren damit in die schöne Altstadt. Wir suchten uns ein nettes Straßenlokal und ließen bei einem frisch gezapften Bier und leckeren Essen alles baumeln, was sich baumeln lassen ließ. Anschließen brachte uns ein anders Taxi, welches sich zu seinen Gunsten auch extra noch verfuhr, wieder zurück zum Campingplatz. [weniger]

14.Tag: Riga (LT) – Kaliningrad (RUS)

Ich bin seit 5 Uhr wach. Warum, weiß ich nicht. Mein Weg führte direkt zur Dusche. Heute war 7 Uhr Abfahrt angesagt, da wir die Litauisch-russische Grenze nach Kaliningrad überfahren wollten. Noch ein schneller Kaffee und ab ging es zum zweiten Mal Richtung Russland. Litauen war recht schnell durchfahren und unterschied sich in Sachen Natur nur unwesentlich von den anderen baltischen Staaten. Wir machten am „Hill of Cross“ halt und trauten unseren [mehr]Augen nicht. Millionen von Kreuzen in allen erdenklichen Farben, Formen und Größen standen dort. Ein „Muss“ für jeden ein Kreuz aufzustellen, der an diesem mystischen Ort vorbeikommt. Wir waren jedenfalls überwältigt. Wir näherten uns der russischen Grenze. Die Einreise dauerte ca. 1 Stunde und lief ohne Probleme ab. Wir kannten inzwischen das russische Verkehrssystem und kamen ohne Blessuren durch die enge Innenstadt von Kaliningrad. Nach zwei Stunden spuckte uns die Stadt wieder aus und wir mussten uns wieder einem Grenzübertritt, diesmal nach Polen hingeben. Diesmal sollte der Aufenthalt fast 5 Stunden dauern. Eine nervliche Zerreißprobe. Dem Russen konnte man es nicht in die Schuhe schieben, aber wohl den Polen. Die so genannten „Spritpolen“ legen hier regelmäßig die Grenze lahm, da sie täglich zum Tanken nach Russland fahren. Gestresste, gar aggressive polnische Zöllner begegneten uns. Auch wir wurden Zeuge von Willkür an der Grenze. In einem undeutlich harschen Englisch, versuchte ein Zöllner, Informationen von uns zu bekommen. Er wollte die Literzahl des Sprits in unseren Tanks wissen und andere kuriose Dinge. Nachdem wir auch bockten, gab er entnervt auf und ließ und ziehen. wir erreichten die erste Stadt Polens, wo wir uns aufgrund der fortgeschrittenen Nacht, ein Hotelzimmer nahmen. [weniger]

15.Tag: Kaliningrad (RUS) – Kolberg (PL)

Wir haben gut geschlafen. Das Frühstück war nicht üppig, aber ausgewogen und gut schmeckend. Wir verabredeten uns bereits am Vorabend mit zwei anderen Teams auf einem Mc Donalds Parkplatz unweit unseres Hotels. Von dort starteten wir unsere vorletzte Etappe in Richtung deutsche Grenze, nach Kolberg. Wir durchfuhren Polen im Schnelldurchlauf, denn die Strecke führte uns über eine gut ausgebaute Strecke direkt zum Campingplatz. Unterwegs [mehr]haben Alex und Kristof auf irrwitzige Weise, ein Fotostudio aufgetrieben, in welchen wir unsere unzähligen Fotos entwickeln lassen konnten. Einen einfachen Drogeriemarkt mit Fotodrucker, sucht man in Polen vergeblich. Am Abend versammelten sich ca. 50 Teams auf dem Campingplatz und gemeinsam den letzten gemeinsamen Abend ausklingen zu lassen. Viele unserer Mitstreiter nutzten das am Strand stattfindende Rockfestival mit verschiedenen Rockbands. Wir verstanden leider nix. Die Nacht wird gut, einschlafen mit Musik. [weniger]

16.Tag: Kolberg (PL) – Hamburg (D) – Finish Line

Die Sonne hat uns geweckt. Wir stehen mit gemischten Gefühlen auf und wissen, wir müssen die nächste Nacht nicht mehr in Bus oder Zelt verbringen. Jeder Handgriff wird nun zum letzten mal ausgeführt. Schon komisch. Was alles in 14 Tagen zur Routine geworden ist, soll ab morgen nicht mehr sein. Wir haben alles wie gewohnt verpackt uns treten zum letzten Mal eine Etappe an, die aber auch das Ende der Rallye bedeutet. Noch einmal 550 km bis Ziel. Wir [mehr]spulen unsere Etappe in gewohnt professioneller Weise ab. Jeder Handgriff sitzt. Über die Whats up Gruppe wird angekündigt, dass man sich am letzten Parkplatz vor Hamburg (Buddikate) trifft, um die letzten Meter als Kolonne gemeinsam zu bestreiten. Wir nahmen das Angebot an und reihten uns in die Kolonne ein. 15.40 Uhr gings los. Wir fuhren mit einem Hupkonzert in die Innenstadt von Hamburg ein und stahlen den dort stattfindenden „Harley Days“ für kurze Zeit die Show. Wir erreichten als große Gruppe den Zielbogen. Zum zweiten Mal weht die Rallye-Flagge, die hier das Ende der Rallye setzte. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge nahm man Aufstellung auf dem Fischmarkt, wo man noch vor 14 Tagen einem grandiosen Abenteuer entgegen sah. Am Abend fand noch die Abschiedsparty statt, wo auch die Roadbook aller Teams ausgewertet wurden. Nach Punkten war das GT-Team Sieger, ansonsten waren alle Sieger. Wir haben viel an Erfahrung gewonnen. Es wird für jeden von uns nicht die letzte Rallye dieser Art gewesen sein. [weniger]

Zum Schluss…

Nachdem Kristof und Alex die Auswertung unserer Rallye vorgenommen haben, könnt ihr hier noch einmal die Route im Detail verfolgen.

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