Kategorie: BSC 2015

Balkan-Express 2018

Balkan-Express 2018

Und wieder lauert ein neues Abenteuer – der „BALKAN-EXPRESS 2018!“. Als neueste Rallye hat der Superlative Adventure Club den BALKAN-EXPRESS ins Programm aufgenommen. Sie startet im August 2018 zu ersten Mal. Und wir sind dabei! www.CrazyFamily11.de

DAS ULTIMATIVE ABENTEUER DURCH SÜDOST EUROPA

10 Tage unbekanntes Terrain. Auf staubigen Straßen, vorbei an weißen Stränden, über raue Gebirgszüge und durch einsame Wildnis – mitten durch das Herz des ehemaligen Ostblocks. Erlebe die pulsierenden Metropolen des Süd-Ostens Europas und entdecke Städte und Dörfer in denen die Zeit still zu stehen scheint. Das ist die ultimative Old School Autorallye Balkan Express!Starte Ende August bei dem abgefahrensten Abenteuer Road Trip Deines Lebens durch das faszinierende und vielfältige Südosteuropa. Dein Young- oder Oldtimer mindestens 20 Jahre alt, kein GPS und Navi, über 4.000 km durch über 14 Länder in 10 Tagen.

Quelle: www.SAC.me

16.Tag: Kolberg (PL) – Hamburg (D) – Finish Line

16.Tag: Kolberg (PL) – Hamburg (D) – Finish Line

Die Sonne hat uns geweckt. Wir stehen mit gemischten Gefühlen auf und wissen, wir müssen die nächste Nacht nicht mehr in Bus oder Zelt verbringen. Jeder Handgriff wird nun zum letzten mal ausgeführt. Schon komisch. Was alles in 14 Tagen zur Routine geworden ist, soll ab morgen nicht mehr sein. Wir haben alles wie gewohnt verpackt uns treten zum letzten Mal eine Etappe an, die aber auch das Ende der Rallye bedeutet. Noch einmal 550 km bis Ziel. Wir spulen unsere Etappe in gewohnt professioneller Weise ab. Jeder Handgriff sitzt. Über die Whats up Gruppe wird angekündigt, dass man sich am letzten Parkplatz vor Hamburg (Buddikate) trifft, um die letzten Meter als Kolonne gemeinsam zu bestreiten. Wir nahmen das Angebot an und reihten uns in die Kolonne ein. 15.40 Uhr gings los. Wir fuhren mit einem Hupkonzert in die Innenstadt von Hamburg ein und stahlen den dort stattfindenden „Harley Days“ für kurze Zeit die Show. Wir erreichten als große Gruppe den Zielbogen. Zum zweiten Mal weht die Rallye-Flagge, die hier das Ende der Rallye setzte. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge nahm man Aufstellung auf dem Fischmarkt, wo man noch vor 14 Tagen einem grandiosen Abenteuer entgegen sah. Am Abend fand noch die Abschiedsparty statt, wo auch die Roadbook aller Teams ausgewertet wurden. Nach Punkten war das GT-Team Sieger, ansonsten waren alle Sieger. Wir haben viel an Erfahrung gewonnen. Es wird für jeden von uns nicht die letzte Rallye dieser Art gewesen sein.

15.Tag: Kaliningrad (RUS) – Kolberg (PL)

15.Tag: Kaliningrad (RUS) – Kolberg (PL)

Wir haben gut geschlafen. Das Frühstück war nicht üppig, aber ausgewogen und gut schmeckend. Wir verabredeten uns bereits am Vorabend mit zwei anderen Teams auf einem Mc Donalds Parkplatz unweit unseres Hotels. Von dort starteten wir unsere vorletzte Etappe in Richtung deutsche Grenze, nach Kolberg. Wir durchfuhren Polen im Schnelldurchlauf, denn die Strecke führte uns über eine gut ausgebaute Strecke direkt zum Campingplatz. Unterwegs haben Alex und Kristof auf irrwitzige Weise, ein Fotostudio aufgetrieben, in welchen wir unsere unzähligen Fotos entwickeln lassen konnten. Einen einfachen Drogeriemarkt mit Fotodrucker, sucht man in Polen vergeblich. Am Abend versammelten sich ca. 50 Teams auf dem Campingplatz und gemeinsam den letzten gemeinsamen Abend ausklingen zu lassen. Viele unserer Mitstreiter nutzten das am Strand stattfindende Rockfestival mit verschiedenen Rockbands. Wir verstanden leider nix. Die Nacht wird gut, einschlafen mit Musik.

14.Tag: Riga (LT) – Kaliningrad (RUS)

14.Tag: Riga (LT) – Kaliningrad (RUS)

Ich bin seit 5 Uhr wach. Warum, weiß ich nicht. Mein Weg führte direkt zur Dusche. Heute war 7 Uhr Abfahrt angesagt, da wir die Litauisch-russische Grenze nach Kaliningrad überfahren wollten. Noch ein schneller Kaffee und ab ging es zum zweiten Mal Richtung Russland. Litauen war recht schnell durchfahren und unterschied sich in Sachen Natur nur unwesentlich von den anderen baltischen Staaten. Wir machten am „Hill of Cross“ halt und trauten unseren Augen nicht. Millionen von Kreuzen in allen erdenklichen Farben, Formen und Größen standen dort. Ein „Muss“ für jeden ein Kreuz aufzustellen, der an diesem mystischen Ort vorbeikommt. Wir waren jedenfalls überwältigt. Wir näherten uns der russischen Grenze. Die Einreise dauerte ca. 1 Stunde und lief ohne Probleme ab. Wir kannten inzwischen das russische Verkehrssystem und kamen ohne Blessuren durch die enge Innenstadt von Kaliningrad. Nach zwei Stunden spuckte uns die Stadt wieder aus und wir mussten uns wieder einem Grenzübertritt, diesmal nach Polen hingeben. Diesmal sollte der Aufenthalt fast 5 Stunden dauern. Eine nervliche Zerreißprobe. Dem Russen konnte man es nicht in die Schuhe schieben, aber wohl den Polen. Die so genannten „Spritpolen“ legen hier regelmäßig die Grenze lahm, da sie täglich zum Tanken nach Russland fahren. Gestresste, gar aggressive polnische Zöllner begegneten uns. Auch wir wurden Zeuge von Willkür an der Grenze. In einem undeutlich harschen Englisch, versuchte ein Zöllner, Informationen von uns zu bekommen. Er wollte die Literzahl des Sprits in unseren Tanks wissen und andere kuriose Dinge. Nachdem wir auch bockten, gab er entnervt auf und ließ und ziehen. wir erreichten die erste Stadt Polens, wo wir uns aufgrund der fortgeschrittenen Nacht, ein Hotelzimmer nahmen.

13.Tag: Raudsilla (EST) – Riga (LT)

13.Tag: Raudsilla (EST) – Riga (LT)

Wir standen um 8 Uhr auf. Das Feuer war abgebrannt, rauchte aber immer noch. Inzwischen sind wir wieder raus aus der Midsummer-Zone, so dass es abends wieder dunkel wird. Unsere Route führt uns heute nach RIGA / LETTLAND. Die Natur ist eher europäisch Bescheiden. Grüne Wälder, Bäume und gute von EU-Geldern ausgebaute Straßen, lassen uns schnell vorankommen. Unsere Aufgaben des Tages hieß: Findet den höchsten Funkturm in Europa. Dieser sollte, lt. Recherche, in RIGA stehen. Und wenn man denkt man sieht einen Turm schon von weiten, dem können wir getrost sagen ja, aber je näher man kommt, umso schwieriger ist es ihn zu finden. Mit wenigen Anläufen habe wir auch dies Hürde gemeistert. Danach ging es zum Stadt-Campingplatz. Sauber und mit astreinen hygienischen Bedingungen stellte sich dieser Campingplatz in mitten von RIGA vor. Am Abend nahmen ein paar Leute ein Taxi und fuhren damit in die schöne Altstadt. Wir suchten uns ein nettes Straßenlokal und ließen bei einem frisch gezapften Bier und leckeren Essen alles baumeln, was sich baumeln lassen ließ. Anschließen brachte uns ein anders Taxi, welches sich zu seinen Gunsten auch extra noch verfuhr, wieder zurück zum Campingplatz.